„Eine Hütte zum Wohlfühlen“
Was macht eine Berghütte aus?
In erster Linie soll sie für das seelische Wohl da sein.
Sie dient als Anlaufstelle, Ziel und gemütliches Nest,
Es ist ein Ort, in dem man sich wie zuhause fühlen kann.
So empfinden nicht nur Wanderer, die unzählige Kilometer auf dem Buckel haben (wie die Läufer des Tor des Géants), sondern auch gewöhnliche Spaziergeher.
Denn hoch oben in den Bergen wird der Hüttenwirt, der die Gäste aufnimmt, zu einem Hausherrn, der die Türen zu seiner Welt öffnet.
Man tritt zwar mit seinem eigenen Rucksack und seinen Schuhen an den Füßen ein, alles Übrige aber wird geteilt.
Dazu zählt auch die Liebe zur Weite der Natur, zur Stille, die Raum zum Denken gibt, zur Erschöpfung und zu den Regentropfen aufs Gesicht.
An der Laufstrecke des Tor des Géants liegen 16 der 54 Hütten im Aostatal.
Hier trifft man auf Gastfreundschaft, die weit über reine Höflichkeit hinausgeht.
Die Hüttenwirte, wahre Hüter der Berge, werden zu Vätern einer großen Familie, die nicht durch Blutsbande, sondern durch ihre gemeinsame Leidenschaft geeint wird.
Lassen wir sie zu Wort kommen,
damit sie uns ihre Geschichten erzählen.
[Text von Paola Pignatelli aus dem Buch: „Tor des Géants“,
Ein Fotobericht von Stefano Torrione, Sime books 2012]

